Dies jedoch nicht in der Presse, denn in der MOZ.de fand sich seit Anfang des Jahres lediglich ein und dazu noch sehr beschwichtigender Artikel. Es sind besorgte Bürger, Imker und Landwirte die ihre Stimme erheben.
Auch mich hat erst ein Gespräch mit einer Einwohnerin von Wessso auf dieses Thema gebracht.
Bei dem von 2009 bis 2012 auf einer Fläche von ca. 8000 m² laufenden Versuch soll die Resistenz des GA-21-Mais gegenüber einem Totalherbizid getestet werden. Sowohl der genmanipulierte Mais als auch das Totalherbizid stammen aus den Labors der Firma Syngenta. Da GA-21-Mais noch nicht für den kommerziellen Anbau zugelassenist, handelt es sich hier um einen echten Freilandversuch und macht Weesow im wahrsten Sinne des Wortes zum VersuchsFELD. Hinzu kommt, dass zur Prüfung des Resistenverhaltens der Mais mit dem Totalherbizid, dessen Hauptwirkstoff Glyphosat ist, behandelt wird.
Bei den Auswirkungen von Glyphostat und GA-21-Mais (sowie genetisch veränderter Organismen [GVO] insgesammt) auf Umwelt, Tier und Mensch sind noch so viele Fragen unbeantwortet, dass derartige Freilandversuche höcht fragwürdig sind.
Einwendungen gegen den Ga21-Versuch sind beim Aktionsbündis Gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenbrug zu finden. (Abgabefrist endet am 5. April)
Das auf Deutschen Feldern schon länger nicht mehr das darauf ist, wonach es aussieht, wird durch die Betrachtung der Flächen deutlich, auf denen GVO wachsen. Deutschlandweit sind dies 36.884.742 m²Anbaufläche. Davon liegen 36.075.861 m² in den Neuen Bundesländern. Das sind 97,8 % der GVO-Anbaufläche. Unter den Neuen Bundesländern ist Brandenburg mit 16.524.298 m² GVO-Anbaufläche Spitzenreiter.*Zahlen, die nachdenklich machen. Oder halten die weiter westwärts gelegenen Bundesländer nichts von landwirtschaftlichem "Fortschritt" und "innovativem" Pflanzenbau?
[* Zahlen entnommen aus: Übersicht Anbau und Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen nach Bundesländern, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Stand 25.2.209]

Die letzte Frage ist berechtigt. Außerdem frage ich mich besorgt,ob wir Brandenburger überhaupt einen Umweltminister haben.
AntwortenLöschenDen haben wir wohl. Seit 13. Oktober 2004 ist Dietmar Woidke (SPD) Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.
AntwortenLöschenUnd wenn man einem Bericht der MOZ.de vom 05. Juli 2008* über eine Gen-Mais-Debatte der SPD-Ortsgruppe Hoppegarten glauben darf, ein "Gegner" des Gen-Mais-Anbaus in Brandenburg.
Zitat: "Vor allem wurde die ablehnende Haltung des Ministers zum Anbau von transgenem Mais deutlich."
Ja, wer's glaubt wird seelig.
Die Zahlen über die Brandenburger Gen-Mais-Anbauflächen sprechen da eine ganz andere Sprache:
2005: 1.194.229 m²(8 Standorte)
2006: 4.428.410 m²(32 Standorte)
2007: 13.469.073 m²(61 Standorte)
2008: 12.445.282 m²(53 Standorte)
2009: 16.524.298 m²(66 Standorte)
Sieht so das Ergebnis einer "ablehnenden Haltung" aus?
Es war wohl doch eher eine der üblichen Sprechblasen an das Volk.
[Link-Adresse zu o.a. MOZ-Arltkel: http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Strausberg/id/237208 ]