Mittwoch, 28. Januar 2009

Bunt, bunter, am buntesten ...

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... so sieht es in den Zeitungsläden und Tabakwarengeschäften im Regal unter der Rubrik "TV-Programm" aus. Bei genauerer Betrachtung unterscheiden sich diese Blättchen - zumindest ist das mein Eindruck - nur im Titel. Abgesehen vom TV-Programm sind sie mit allen möglichen "Informationen" (Klatsch und Tratsch trifft es wohl besser) über Stars und Sternchen vollgestopft, die die Welt nicht interessiert - genauer gesagt, nicht interessieren sollte, da es weit Wichtigeres gibt.

Zugegeben, Aussehen und Inhalt passen vortrefflich zu den derzeitigen Sendeformaten der "Privaten" und leider auch schon zu etlichen der öffentlich rechtlichen Sender.
Aber mit derartigen Trash-Infos lassen sich die echten Probleme unserer Zeit vortrefflich übertünchen.
Wer sich damit beschäftigt, dass sich Mister "X" nun schon das dritte Mal (oder war es gar das fünfte?) von seiner Ex trennt, der kümmert sich nicht um das sinkende Kultur- und Bildungsniveau in diesem Land.

Aber darum geht es mir jetzt nur in zweiter Linie.


Man stelle sich vor, es gäbe ein Magazin, das über Kino, Musik bis hin zu Literatur, Kunst und Theater berichtet, bei dem die Macher die "Qualitätslatte" sehr hoch hängen und das dann auch noch das aktuelle TV-Programm vorhält. Ein Magazin, das man sich gern zu Hause hinlegt, das fundiert informiert und das vor allem Lesespaß bietet - ein Magazin eben.

Ein solches Magazin gibt es seit Anfang 2008, nur der Haken an der ganzen sache ist, es findet sich kein Verlag, der es auf den Markt bringt. Zur zeit existiert leider nur ein Dummy (engl.: Attrappe). Einige der Musterseiten sind hier zu sehen.
PROGRAMM - MAGAZIN FÜR FERNSEHEN UND KULTUR - allein der Titel des von Martin Schmitz-Kuhl, Christian Sälzer und Andrea Ruhland entwickelten Magazins ist aus meiner sicht schon Programm.

Zu kaufen ist es zwar noch nicht, aber man kann es abonnieren.
ZITAT:
"Wenn Sie die Idee von PROGRAMM unterstützen wollen, nehmen Sie an unserer einzigartigen Abo-Kampagne teil: Abonnieren Sie das Magazin, damit es Wirklichkeit werden kann.

Dieser Schritt ist eine Absichtserklärung, ein Abonnement tritt damit noch nicht in Kraft. Sobald die erste Ausgabe von PROGRAMM erscheint und Preis sowie Erscheinungsweise bekannt sind, werden Sie angeschrieben und gefragt, ob Sie PROGRAMM verbindlich abonnieren wollen."

Also, mir gefällt es und hab das "Abo" soeben abgeschlossen.

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